PSYCHOLOGISCHE PRAXIS

Das wichtigste Fazit aus meiner mehrjährigen Tätigkeit als Psychologe in Kliniken – auch bei der Behandlung schwerer psychischer Erkrankungen – ist: Nicht der Blick auf Krankheiten oder Probleme, sondern die Fokussierung auf ihre verschütteten Stärken ist das, was meinen Klienten wirklich gut tut, den Blick öffnet, und sie in ihrem Leben weiter bringt.

Dies ist in meiner ambulanten Privatpraxis der entscheidende Perspektivenwechsel weg von der Behandlung klinischer Symptome hin zur Prävention und der Förderung ihrer Gesundheit (Salutogense). In meiner Praxis bin ich zudem spezialisiert auf das Coaching von Führungskräften in verantwortungsvollen Positionen.

Wenn doch am Ausgangspunkt meiner Arbeit mit meinen Klienten in erster Linie Beziehungskonflikte, Stress und Krisen im Alltag stehen, dreht sich in unserer weiteren Zusammenarbeit alles um die Förderung ihrer Resilienz.

Schwerpunkt meiner Tätigkeit ist die Bearbeitung von Beziehungskonflikten, vor allem aber die Psychoprophylaxe und Behandlung von Burnout-Symptomen/Depressionen sowie Ängsten.

ERSTGESPRÄCH

In einem Erstgespräch klären wir zunächst, ob die wichtigste Voraussetzung für Veränderungen besteht: Nämlich dass die “Chemie” zwischen Ihnen und mir stimmt. Wir also das Gefühl entwickeln, gut zusammenarbeiten zu können. Danach, was Ihr Auftrag an mich und Ihre Ziele sind.

Zuhören, immer wieder Zuhören und dabei Verstehen bilden das Zentrum meiner Arbeit mit Ihnen. Danach, aber auch während dessen gezieltes Nachfragen zur Konflikt-Eingrenzung.

Der gesamte Prozess findet in einem geschützten „Raum“ statt. Oberste Prämisse dabei ist, dass Sie sich in jedem Moment des Prozesses bei mir sicher fühlen und über das therapeutische Prozedere Bescheid wissen.

BEHANDLUNGSMETHODEN

In einem nächsten Schritt geht es um vertiefendes Verstehen Ihres Problems bzw. Ihres Auftrags an mich mit Methoden aus dem neuesten tiefenpsychologischen Repertoire – je nach Problemstellung persönlichkeitsstärkend oder konfliktauflösend.

In weiteren, klar resilienzorientierten Schritten arbeiten wir zusammen an der Klärung des Konflikts und somit der Aktivierung von Ihren verschütteten Energiefeldern, d. h. Sie bleiben im Prozess stets der Experte Ihres Selbst und ich werde der Experte für die Entwicklung ihrer Persönlichkeit. Das setzt Kräfte frei und es entstehen neue Perspektiven.

Dabei ist in meiner Praxis die Auseinandersetzung mit Ihrer Vergangenheit und Kindheit, sollte dies Thema werden, kein „Rühren im Brei“ bzw. Selbstzweck, sondern stets lösungszentriert.

VITA

Dr. phil. Markus Thiele, Dipl.-Psych. et Soz. & Approbation als Psychologischer Psychotherapeut (verliehen in der Bundesrepublik Deutschland), staatliche Zulassung zur Ausübung der Heilkunde.

Studium der Psychologie und der Soziologie an der Freien Universität Berlin: Abschluss als Dipl.-Psychologe und Dipl.-Soziologe & Promotion zum Dr. phil. an der FU Berlin.

Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten an der Berliner Akademie für Psychotherapie, Fachkundenachweis in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie.

Mehrjährige Arbeit als Dipl.-Psychologe in Kliniken: Zunächst in der Psychosomatischen Fachklinik für Abhängigkeitserkrankungen in Brilon-Wald, danach im Therapiezentrum Marsberg und in der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus, in Berlin Mitte, zuletzt psychotherapeutische Tätigkeit in der Ambulanz der Berliner Akademie für Psychotherapie.

Aktuell arbeite ich in eigener Psychologischer Praxis am Zionskirchplatz sowie am Köllnischen Park (gegenüber vom „Haus der Psychologie“) in Berlin Mitte.

Ich bin Mitglied im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP), im Verband Psychologischer Psychotherapeuten im BDP (VPP), in der Deutschen Psychotherapeutenvereinigung (DPtV) und in der Psychotherapeutenkammer Berlin.

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Sie haben die Möglichkeit, eine Stunde (à 50 Minuten) unter „Reservierung“ bei mir bequem online zu buchen. Nach erfolgter Reservierung erhalten Sie eine schriftliche Bestätigung und auch eine telefonische Rückmeldung von mir persönlich.

Alternativ erreichen Sie mich auch direkt telefonisch unter 030 5887 5089 oder per E-Mail.

Bitte beachten Sie, Ihre Buchung eines Termins in meiner Privatpraxis ist verbindlich und für das Erstgespräch zu den regulären Zeiten fällt ein Honorar von 130 EUR an. Der Ausgleich meiner Honorarnoten ist für Sie auch via PayPal möglich.

Für beruflich eingespannte Führungskräfte in verantwortungsvollen Positionen, biete ich in seltenen Fällen Termine zu anderen Honorarsätzen auch am Wochenende und in der Woche ab 20 Uhr an.
Falls Sie nicht in Berlin sind, biete ich Ihnen auch Sitzungen via Skype oder Facetime an.

Als Selbstzahler genießen Sie neben meiner Schweigepflicht den Vorteil der absoluten Diskretion. Meine klinischen Erfahrungen haben – wie eingangs beschrieben – gezeigt, dass es zumeist Sinn macht, den therapeutischen Prozess nicht mit der Diagnose einer psychischen Störung zu begründen, wie es jedoch die Krankenkassen verlangen.

Darüber hinaus entfällt die bürokratische Abwicklung der Stunden und somit eine Befunderstellung für die Krankenkasse. Für die Kostenübernahme einer Psychotherapie fordern alle gesetzlichen und viele private Krankenkassen einen psychologischen Befund und häufig einen Antrag an einen Gutachter unter anderem mit Angabe der psychischen Störungen. Je nach Beruf bzw. Beschäftigungsverhältnis (zum Beispiel: Anwartschaft auf Verbeamtung, geplanter Wechsel in eine private Krankenkasse oder Zusatzversicherung, Tagegeldversicherung, Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung etc.) kann das von Bedeutung sein und eine Selbstzahlung für Sie sinnvoll sein, da oft Angaben zu Behandlungen der letzten 5 bis 10 Jahre angefordert werden.

Meine Praxisstandorte sind am Zionskirchplatz und am Köllnischen Park (gegenüber vom “Haus der Psychologie”) beide in Berlin-Mitte gelegen. Tram-Station (M 10 und 12) Zionskirchplatz, S-Bahnstation Hackescher Markt bzw. Jannowitzbrücke, U-Bahnstationen Rosenthaler Platz bzw. Jannowitzbrücke bringen Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu mir. Sollten Sie lieber mit dem eigenen Auto kommen wollen, stehen Ihnen in der Regel genügend Parkplätze vor bzw. hinter der Praxis zur Verfügung.

Dr. Markus Thiele   I   Zionskirchstraße 28   I   10119 Berlin
Ming Business Center   I   Rungestraße 9   I   10179 Berlin   I   aktuell neue Termine nur an diesem Standort
030 5887 5089   I   m.thiele@me.com   I   www.psychologische-praxis-thiele.de

Dr. Markus Thiele
Zionskirchstraße 28
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GLOSSAR

ANGSTERKRANKUNG, ANGSTSTÖRUNG, PANIKSTÖRUNG

Angst ist ein Gefühl, das uns auf situative Bedrohungen aufmerksam macht, die Sinne schärft, und ist evolutionsbiologisch bedeutsam. Sobald Angst aber den Alltag dauerhaft begleitet, vielleicht sogar beherrscht, und das Handeln einschränkt oder blockiert, sollte unbedingt eine psychologische Untersuchung in Anspruch genommen werden, da derartige Zustände in der Regel ein Zeichen einer seelischen oder körperlichen Erkrankung sind.

Angsterkrankungen gehören zu den häufigsten psychischen Störungen: Nach Angaben des Berufsverbandes Deutscher Psychologen (BDP) berichtet jeder vierte Patient in den allgemeinmedizinischen Praxen über Angstsymptome, die jedoch häufig seitens der Ärzte nicht richtig erkannt, fehldiagnostiziert und somit falsch behandelt werden. Das ist insofern unerfreulich, da die Psychotherapie bei der Behandlung von Angststörungen eine hohe Wirksamkeit erzielt. So ist wissenschaftlich laut BDP gesichert, dass in rund 80% der Fälle die psychologische Behandlung dauerhaft zum Heilerfolg führt. . .weiterlesen. . .

GLOSSAR

BURNOUT

Burnout beschreibt einen Zustand von anhaltender physischer und emotionaler Erschöpfung.
Ursprünglich galt der 1974 von dem deutsch-amerikanischen Psychoanalytiker Herbert Freudenberger initiierte Begriff Burnout als eine spezifische Problematik von Menschen, die in helfenden Berufen tätig waren, wie es etwa bei Krankenschwestern der Fall ist, wenn sie sich aufopferungsvoll um Erkrankte bemühen. In den vergangenen Jahren wurde das Burnout-Syndrom zunehmend mit unter Dauerstress stehenden Managern in Verbindung gebracht. Leistungsträger seien demnach besonders gefährdet. Doch auch Rentner und Arbeitslose erleiden vergleichbare Symptome, so dass nicht nur beruflicher, sondern auch privater Stress Burnout auslösend sein kann.

In der Internationalen Klassifikation der Erkrankungen wird der Burnout als „Ausgebranntsein“ und „Zustand der totalen Erschöpfung“ mit dem Diagnoseschlüssel Z73.0 erfasst. Er gehört zum übergeordneten Abschnitt Z73 und umfasst „Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“. . .weiterlesen. . .

GLOSSAR

COACHING

Coaching nehmen zumeist Führungskräfte, Manager und Experten in verantwortungsvollen Positionen in Anspruch. Hierbei handelt es sich um einen in aller Regel auf das Berufliche bezogenen Begleitungsprozess.

Die Zielsetzung des Coachings ist die Weiterentwicklung der Lern- und Leistungsfähigkeit, eine Hilfestellung zur Selbstreflexion, um beispielsweise einer Betriebsblindheit entgegen wirken zu können, Kompetenzerweiterung in den Bereichen Stress-, Konflikt- und Zeitmanagement und das Erkennen von Handlungsalternativen beziehungsweise -strategien als interaktiver Vorgang zwischen Klient und Coach. Es wird auf Augenhöhe zusammengearbeitet, da ein Beziehungsgefälle unerwünscht ist. Dem Klienten wird somit keine Verantwortung abgenommen.

Bei der Vereinbarung von Zielen erstellt der Coach eine Diagnose zur aktuellen Situation des Klienten – ähnlich der Diagnostik in einer Psychotherapie. Die Diagnose, die anhand von Anamnesen, Interviews, Beobachtungen, Beurteilungen und Tests gestellt wird, umfasst dabei Aspekte der Leistungsfähigkeit. . .weiterlesen. . .

GLOSSAR

DEPRESSION

Experten schätzen, dass in Deutschland etwa vier Millionen Menschen depressiv sind.

„Die Ursachen depressiver Störungen sind komplex und nur teilweise verstanden. Es werden biologische Faktoren (Prädispositionen) und Einflüsse der Lebensgeschichte als Auslöser angesehen. Zwillingsstudien zeigten, dass die genetische Komponente nur ein Faktor ist. Selbst bei identischer genetischer Ausstattung (eineiige Zwillinge) erkrankt der Zwillingspartner des depressiven Patienten in weniger als der Hälfte der Fälle.“ So lesen wir jedenfalls bei Wikipedia.

Welchen Stellenwert hat also die Genetik über Einzelfälle hinaus, wenn eine Erkrankung daraus nicht zwangsläufig resultiert? Ungleich relevanter ist hier wohl die Epigenetik. Und schließlich ist die Formulierung, die Ursachen depressiver Störungen seien nur teilweise verstanden, irreführend. Psychoanalytiker konnten ganz im Gegenteil in den vergangenen Jahrzehnten äußerst präzise das Auftreten von Depressionen herleiten. . .weiterlesen. . .

GLOSSAR

PSYCHOPROPHYLAXE

Hierbei handelt es sich um die systematische psychologische oder psychagogische (pädagogisch therapeutische) Vorbereitung auf unerwartete Ereignisse oder zu erwartende Beanspruchungen, um psychogene Fehlreaktionen (wie beispielsweise Spasmen) auszuschalten oder zu vermindern.

Die Psychoprophylaxe findet bislang eine weit verbreitete Anwendung als psychosomatische Geburtsvorbereitung. Dabei sollen die vor und während der Geburt bestehenden Ängste weitgehend abgebaut und Verkrampfungen in psychischer und physischer Hinsicht gelöst werden. Durch Aufklärung, Gespräche und Entspannungsübungen soll der Kreislauf aus Angst, Spannung und Schmerz während der Geburt durchbrochen, der Schmerz dadurch reduziert und der Geburtsvorgang erleichtert werden.

Einige dieser Aspekte sind auch übertragbar auf die Bearbeitung von psychischen Konflikten mit dem Ziel der Prävention. . .weiterlesen. . .

GLOSSAR

PSYCHOSOMATIK

„Der größte Fehler bei der Behandlung von Krankheiten ist, dass es Ärzte für den Körper und Ärzte für die Seele gibt, wo doch beides nicht voneinander getrennt werden kann (Platon).“

Angst kann die Nebennieren dazu veranlassen, Adrenalin auszuschütten, sodass über das vegetative Nervensystem beispielsweise die Magen-Darm-Tätigkeit gehemmt wird und in der Folge Verdauungsstörungen auftreten. Etwas liegt einem „schwer im Magen“, etwas „schlägt auf den Magen“ – sagt dann der Volksmund. Ähnliche Sprichwörter finden wir für Störungen im Zusammenhang mit anderen Körperregionen: sich etwas „zu Herzen nehmen“, es geht „an die Nieren“, eine Angelegenheit „bereitet Kopfzerbrechen“ oder die „Nase voll haben“.

Die psychosomatische Wissenschaft erforscht Zusammenhänge zwischen psychischen Stressfaktoren und somatischen, also körperlichen Symptomen oder Krankheitsbildern. In vielen Fällen ist bereits sicher. . .weiterlesen. . .

GLOSSAR

RESILIENZ

Die Fähigkeit, auf belastende Lebenssituationen flexibel zu reagieren, faszinierte den amerikanischen Professor für Psychologie, Jack Block, von der Berkeley University in Kalifornien bereits in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. In Anlehnung an die Eigenschaften eines Stehaufmännchens wählte er einen Begriff aus der Werkstoffkunde: Resilienz (lateinisch, resilire: zurückspringen, abprallen). Diese wird Materialien attestiert, die trotz extremer Belastungen immer wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückkehren.

Die psychische Widerstandsfähigkeit ist somit die Fähigkeit, Krisen durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen zu bewältigen und als Anlass für die Persönlichkeitsentwicklung zu nutzen.

Eltern und ältere Geschwister können dazu beitragen, dass ein Kind Resilienz entwickelt. So sind Untersuchungen zufolge Kinder aus Familien emotional besonders stabil und schulisch erfolgreich. . .weiterlesen. . .

GLOSSAR

SALUTOGENESE

Salutogenese ist die Wissenschaft von der Entstehung und Erhaltung von Gesundheit und bildet somit das Pendant zur Pathogenese, die die Entstehung von Krankheit beschreibt.
 Die Salutogenese (Gesundwerdung) ist ein auf den amerikanischen Medizinsoziologen Aaron-Antonovsky, 1923-1994, zurückgehendes Resilienz-Modell, das die kognitiven Bewältigungsstrategien zur Abwendung von Gesundheitsrisiken betont.

Die dem Modell zugrunde liegende Annahme ist ein Kohärenzgefühl, das aus den Komponenten der Verstehbarkeit, also der Fähigkeit, die Situation auf ihre Ursachen hin zu analysieren, der Handhabbarkeit – Wissen um die eigenen Ressourcen – und der Sinnhaftigkeit (eines Bewältigungsversuches, „Lebenssinn“) besteht.

Antonovsky beschrieb drei große gesundheitsgefährdende Einflussfaktoren, die bei Auftreten von Stressoren Spannungszustände auslösen. Die drei Einflussfaktoren sind folgender Art: chemisch durch Giftstoffe, biologisch durch Bakterien, Viren, Pilze etc. und psychosozial durch Leistungsdruck. . .weiterlesen. . .

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STRESS

Den Begriff Stress, der ursprünglich in der Geologie für einseitigen Druck bei tektonischen Vorgängen und später auch in der Werkstoffkunde verwendet wurde, führte der österreichisch-kanadische Mediziner und Forscher Hans Selye, 1907-1982, in die Psychologie ein, um die Reaktion von Tieren und Menschen auf Belastung zu beschreiben.

Stress kann zu Kopfschmerzen führen, Angst lässt das Herz schneller schlagen und Ärger drückt auf den Magen. Gefühle haben Einfluss auf unseren Körper und dessen Verfassung wiederum beeinflusst das seelische Befinden. In der heutigen Medizin versteht man unter Stress ganz allgemein die Beanspruchung des Menschen durch innere und äußere Reize oder Belastungen. Diese Einflüsse können sowohl künstlich als auch natürlich, biotisch (beispielsweise in der Art von Krankheitserregern) als auch abiotisch – wie Kälte, Hitze Lärm, Abgas- oder Strahlungsemissionen – sein, und sowohl auf den Körper als auch die Psyche des Menschen einwirken und positiv oder negativ ausgewertet werden. . .weiterlesen. . .

PSYCHOLOGISCHE PRAXIS

Das wichtigste Fazit aus meiner mehrjährigen Tätigkeit als Psychologe in Kliniken – auch bei der Behandlung schwerer psychischer Erkrankungen – ist: Nicht der Blick auf Krankheiten oder Probleme, sondern die Fokussierung auf ihre verschütteten Stärken ist das, was meinen Klienten wirklich gut tut, den Blick öffnet, und sie in ihrem Leben weiter bringt.

Dies ist in meiner ambulanten Privatpraxis der entscheidende Perspektivenwechsel weg von der Behandlung klinischer Symptome hin zur Prävention und der Förderung ihrer Gesundheit (Salutogense). In meiner Praxis bin ich zudem spezialisiert auf das Coaching von Führungskräften in verantwortungsvollen Positionen.

Wenn doch am Ausgangspunkt meiner Arbeit mit meinen Klienten in erster Linie Beziehungskonflikte, Stress und Krisen im Alltag stehen, dreht sich in unserer weiteren Zusammenarbeit alles um die Förderung ihrer Resilienz.

Schwerpunkt meiner Tätigkeit ist die Bearbeitung von Beziehungskonflikten, vor allem aber die Psychoprophylaxe und Behandlung von Burnout-Symptomen/Depressionen sowie Ängsten.

Die Fokussierung auf ihre verschütteten Stärken ist das, was meine Klienten in ihrem Leben wirklich weiter bringt.

ERSTGESPRÄCH

In einem Erstgespräch klären wir zunächst, ob die wichtigste Voraussetzung für Veränderungen besteht: Nämlich dass die “Chemie” zwischen Ihnen und mir stimmt. Wir also das Gefühl entwickeln, gut zusammenarbeiten zu können. Danach, was Ihr Auftrag an mich und Ihre Ziele sind.

Zuhören, immer wieder Zuhören und dabei Verstehen bilden das Zentrum meiner Arbeit mit Ihnen. Danach, aber auch während dessen gezieltes Nachfragen zur Konflikt-Eingrenzung.

Der gesamte Prozess findet in einem geschützten „Raum“ statt. Oberste Prämisse dabei ist, dass Sie sich in jedem Moment des Prozesses bei mir sicher fühlen und über das therapeutische Prozedere Bescheid wissen.

BEHANDLUNGSMETHODEN

In einem nächsten Schritt geht es um vertiefendes Verstehen Ihres Problems bzw. Ihres Auftrags an mich mit Methoden aus dem neuesten tiefenpsychologischen Repertoire – je nach Problemstellung persönlichkeitsstärkend oder konfliktauflösend.

In weiteren, klar resilienzorientierten Schritten arbeiten wir zusammen an der Klärung des Konflikts und somit der Aktivierung von Ihren verschütteten Energiefeldern, d. h. Sie bleiben im Prozess stets der Experte Ihres Selbst und ich werde der Experte für die Entwicklung ihrer Persönlichkeit. Das setzt Kräfte frei und es entstehen neue Perspektiven.

Dabei ist in meiner Praxis die Auseinandersetzung mit Ihrer Vergangenheit und Kindheit, sollte dies Thema werden, kein „Rühren im Brei“ bzw. Selbstzweck, sondern stets lösungszentriert.

VITA

Dr. phil. Markus Thiele, Dipl.-Psych. et Soz. & Approbation als Psychologischer Psychotherapeut (verliehen in der Bundesrepublik Deutschland), staatliche Zulassung zur Ausübung der Heilkunde.

Studium der Psychologie und der Soziologie an der Freien Universität Berlin: Abschluss als Dipl.-Psychologe und Dipl.-Soziologe & Promotion zum Dr. phil. an der FU Berlin.

Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten an der Berliner Akademie für Psychotherapie, Fachkundenachweis in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie.

Mehrjährige Arbeit als Dipl.-Psychologe in Kliniken: Zunächst in der Psychosomatischen Fachklinik für Abhängigkeitserkrankungen in Brilon-Wald, danach im Therapiezentrum Marsberg und in der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus, in Berlin Mitte, zuletzt psychotherapeutische Tätigkeit in der Ambulanz der Berliner Akademie für Psychotherapie.

Aktuell arbeite ich in eigener Psychologischer Praxis am Zionskirchplatz sowie am Köllnischen Park (gegenüber vom „Haus der Psychologie“) in Berlin Mitte.

Ich bin Mitglied im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP), im Verband Psychologischer Psychotherapeuten im BDP (VPP), in der Deutschen Psychotherapeutenvereinigung (DPtV) und in der Psychotherapeutenkammer Berlin.

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Sie haben die Möglichkeit, eine Stunde (à 50 Minuten) unter „Reservierung“ bei mir bequem online zu buchen. Nach erfolgter Reservierung erhalten Sie eine schriftliche Bestätigung und auch eine telefonische Rückmeldung von mir persönlich.

Alternativ erreichen Sie mich auch direkt telefonisch unter 030 5887 5089 oder per E-Mail.

Bitte beachten Sie, Ihre Buchung eines Termins in meiner Privatpraxis ist verbindlich und für das Erstgespräch zu den regulären Zeiten fällt ein Honorar von 130 EUR an. Der Ausgleich meiner Honorarnoten ist für Sie auch via PayPal möglich.

Für beruflich eingespannte Führungskräfte in verantwortungsvollen Positionen, biete ich in seltenen Fällen Termine zu anderen Honorarsätzen auch am Wochenende und in der Woche ab 20 Uhr an.
Falls Sie nicht in Berlin sind, biete ich Ihnen auch Sitzungen via Skype oder Facetime an.

Als Selbstzahler genießen Sie neben meiner Schweigepflicht den Vorteil der absoluten Diskretion. Meine klinischen Erfahrungen haben – wie eingangs beschrieben – gezeigt, dass es zumeist Sinn macht, den therapeutischen Prozess nicht mit der Diagnose einer psychischen Störung zu begründen, wie es jedoch die Krankenkassen verlangen.

Darüber hinaus entfällt die bürokratische Abwicklung der Stunden und somit eine Befunderstellung für die Krankenkasse. Für die Kostenübernahme einer Psychotherapie fordern alle gesetzlichen und viele private Krankenkassen einen psychologischen Befund und häufig einen Antrag an einen Gutachter unter anderem mit Angabe der psychischen Störungen. Je nach Beruf bzw. Beschäftigungsverhältnis (zum Beispiel: Anwartschaft auf Verbeamtung, geplanter Wechsel in eine private Krankenkasse oder Zusatzversicherung, Tagegeldversicherung, Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung etc.) kann das von Bedeutung sein und eine Selbstzahlung für Sie sinnvoll sein, da oft Angaben zu Behandlungen der letzten 5 bis 10 Jahre angefordert werden.

Buchen Sie eine Stunde bei mir bequem online.

 

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ANGSTERKRANKUNG, ANGSTSTÖRUNG, PANIKSTÖRUNG

Angst ist ein Gefühl, das uns auf situative Bedrohungen aufmerksam macht, die Sinne schärft, und ist evolutionsbiologisch bedeutsam. Sobald Angst aber den Alltag dauerhaft begleitet, vielleicht sogar beherrscht, und das Handeln einschränkt oder blockiert, sollte unbedingt eine psychologische Untersuchung in Anspruch genommen werden, da derartige Zustände in der Regel ein Zeichen einer seelischen oder körperlichen Erkrankung sind.

Angsterkrankungen gehören zu den häufigsten psychischen Störungen: Nach Angaben des Berufsverbandes Deutscher Psychologen (BDP) berichtet jeder vierte Patient in den allgemeinmedizinischen Praxen über Angstsymptome, die jedoch häufig seitens der Ärzte nicht richtig erkannt, fehldiagnostiziert und somit falsch behandelt werden. Das ist insofern unerfreulich, da die Psychotherapie bei der Behandlung von Angststörungen eine hohe Wirksamkeit erzielt. So ist wissenschaftlich laut BDP gesichert, dass in rund 80% der Fälle die psychologische Behandlung dauerhaft zum Heilerfolg führt. Damit ist sie einer rein medikamentösen Therapie signifikant überlegen.
Ein wichtiger Aspekt bei der Behandlung von Angstpatienten ist zudem die umfassende Aufklärung über Störungsbild sowie Ablauf und Struktur der Therapie. Differenziert wird hier hauptsächlich zwischen drei Gruppen von Angst:

Angst vor öffentlichen Räumen (Agoraphobie) oder engen Räumen (Klaustrophobie).

Angst vor Sozialkontakten: Sie ist gekennzeichnet durch die Furcht, von anderen beobachtet, bloßgestellt und negativ beurteilt zu werden.

Angst vor spezifischen Tieren, Dingen oder Situationen, wie etwa Spinnenphobie, Injektionsphobie oder Flugphobie. Natürlich sind abhängig vom Leidensdruck nicht alle spezifischen Phobien behandlungsbedürftig.

Während Angststörungen häufig jahrelang bestehen, weisen Panikstörungen einen anderen Charakter auf: Diese sind durch wiederkehrende Panikattacken gekennzeichnet, die scheinbar aus dem Nichts über die Betroffenen hereinbrechen. Körperlich wird Panik zumeist von vegetativen Beschwerden wie Atemnot, Herzrasen, weichen Knien, Schweißausbrüchen und Schwindel mit Ohnmachtsgefühlen bis hin zur Todesangst begleitet, die jedoch in aller Regel vor Ablauf einer halben Stunde wieder vollständig abklingen. Die Vorgänge sind für viele Betroffene derart ängstigend, dass sie mit Sorge auf die nächste mögliche Panikattacke blicken. Analog zu den generalisierten Angststörungen trifft man auch hier ein Vermeidungsverhalten an, um Situationen mit Eskalationspotenzial gar nicht erst heraufzubeschwören.

Ein Schwerpunkt unseres Angebots ist die Psychoprophylaxe von Angsterkrankungen und Panikstörungen.

GLOSSAR

BURNOUT

Burnout beschreibt einen Zustand von anhaltender physischer und emotionaler Erschöpfung.
Ursprünglich galt der 1974 von dem deutsch-amerikanischen Psychoanalytiker Herbert Freudenberger initiierte Begriff Burnout als eine spezifische Problematik von Menschen, die in helfenden Berufen tätig waren, wie es etwa bei Krankenschwestern der Fall ist, wenn sie sich aufopferungsvoll um Erkrankte bemühen. In den vergangenen Jahren wurde das Burnout-Syndrom zunehmend mit unter Dauerstress stehenden Managern in Verbindung gebracht. Leistungsträger seien demnach besonders gefährdet. Doch auch Rentner und Arbeitslose erleiden vergleichbare Symptome, so dass nicht nur beruflicher, sondern auch privater Stress Burnout auslösend sein kann.

In der Internationalen Klassifikation der Erkrankungen wird der Burnout als „Ausgebranntsein“ und „Zustand der totalen Erschöpfung“ mit dem Diagnoseschlüssel Z73.0 erfasst. Er gehört zum übergeordneten Abschnitt Z73 und umfasst „Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“. Nach dieser Einstufung ist Burnout eine Rahmen- oder Zusatzdiagnose und keine Behandlungsdiagnose, die etwa unbedingt eine Psychotherapie erfordern würde. Die nachfolgenden Aspekte skizzieren die zentralen Inhalte, die sich hinter einem Burnout-Syndrom verbergen können:

Enorme Leistungsbereitschaft im Ungleichgewicht zwischen exogenen bzw. endogenen Anforderungen und eigenen Ressourcen mit daraus resultierender Vernachlässigung anderer, zentral wichtiger Lebensbereiche.

Innerer Drang, sich und anderen etwas beweisen zu müssen, um den eigenen Wert immer wieder auf’s Neue zu erfahren.

Überspielen oder Verleugnen innerer Konflikte.

Niedergedrückte Stimmung und innere Leere mit dem Gefühl von Gleichgültigkeit, Hoffnungslosigkeit und Erschöpfung.

Depersonalisierung, also der Kontaktverlust zu sich selbst: die eigene Person, aber auch andere werden als deutlich verändert wahrgenommen.

Sollten Sie diese oder vergleichbare Symptome bei sich erkennen, helfen ich Ihnen gerne weiter.

GLOSSAR

COACHING

Coaching nehmen zumeist Führungskräfte, Manager und Experten in verantwortungsvollen Positionen in Anspruch. Hierbei handelt es sich um einen in aller Regel auf das Berufliche bezogenen Begleitungsprozess.

Die Zielsetzung des Coachings ist die Weiterentwicklung der Lern- und Leistungsfähigkeit, eine Hilfestellung zur Selbstreflexion, um beispielsweise einer Betriebsblindheit entgegen wirken zu können, Kompetenzerweiterung in den Bereichen Stress-, Konflikt- und Zeitmanagement und das Erkennen von Handlungsalternativen beziehungsweise -strategien als interaktiver Vorgang zwischen Klient und Coach. Es wird auf Augenhöhe zusammengearbeitet, da ein Beziehungsgefälle unerwünscht ist. Dem Klienten wird somit keine Verantwortung abgenommen.

Bei der Vereinbarung von Zielen erstellt der Coach eine Diagnose zur aktuellen Situation des Klienten – ähnlich der Diagnostik in einer Psychotherapie. Die Diagnose, die anhand von Anamnesen, Interviews, Beobachtungen, Beurteilungen und Tests gestellt wird, umfasst dabei Aspekte der Leistungsfähigkeit, der emotionalen Belastbarkeit und Verfassung und des Kompetenzspektrums des Klienten. Hierfür benötigt der Coach fundiertes Wissen aus den Bereichen Psychologie, Betriebswirtschaft und Management – nach Möglichkeit ergänzt durch vielfältige praktische Erfahrungen. Hingegen muss und kann er keinen ganz spezifischen Fachberater ersetzen.

Coaching wird aber auch von Menschen in Anspruch genommen, die in privaten Konfliktsituationen eine professionelle Hilfestellung suchen.

GLOSSAR

DEPRESSION

Experten schätzen, dass in Deutschland etwa vier Millionen Menschen depressiv sind.

„Die Ursachen depressiver Störungen sind komplex und nur teilweise verstanden. Es werden biologische Faktoren (Prädispositionen) und Einflüsse der Lebensgeschichte als Auslöser angesehen. Zwillingsstudien zeigten, dass die genetische Komponente nur ein Faktor ist. Selbst bei identischer genetischer Ausstattung (eineiige Zwillinge) erkrankt der Zwillingspartner des depressiven Patienten in weniger als der Hälfte der Fälle.“ So lesen wir jedenfalls bei Wikipedia.

Welchen Stellenwert hat also die Genetik über Einzelfälle hinaus, wenn eine Erkrankung daraus nicht zwangsläufig resultiert? Ungleich relevanter ist hier wohl die Epigenetik. Und schließlich ist die Formulierung, die Ursachen depressiver Störungen seien nur teilweise verstanden, irreführend. Psychoanalytiker konnten ganz im Gegenteil in den vergangenen Jahrzehnten äußerst präzise das Auftreten von Depressionen herleiten.

Menschen mit Depressionen schildern häufig schwierige Lebensereignisse als auslösende Faktoren, die sie vor Ausbruch der Krankheit durchlebten, wie etwa der Verlust des Berufs, eines nahestehenden Menschen durch Trennung beziehungsweise Tod oder die Konfrontation mit einer schwerwiegenden Krankheitsdiagnose respektive Prognose zum Beispiel nach Unfällen. Der zentrale Aspekt dabei ist die frühkindliche Involvierung der Betroffenen in die ungelösten Konflikte und Schicksale der Eltern. Ob eine Lebenskrise in eine Depression übergeht, hängt insofern von der individuellen Resilienz des Einzelnen ab.

Die Hauptsymptome einer Depression sind charakterisiert durch Stimmungseinengung oder bei einer schweren Depression durch den Eindruck der Gefühllosigkeit beziehungsweise dem Gefühl anhaltender innerer Leere. Ferner kommt es zum Interessenverlust, Verlust der Fähigkeit zu Freude oder Trauer und Verlust der affektiven Resonanz – die Stimmung des Patienten ist auch durch Zuspruch nicht aufzuhellen. Darüber hinaus kommt es zu einer erhöhten Ermüdbarkeit und einem Antriebsmangel bis hin zur Unfähigkeit, einfachste Arbeiten zu erledigen.

Die Zusatzsymptome sind gekennzeichnet durch eine eingeschränkte Konzentration und Aufmerksamkeit, vermindertes Selbstwertgefühl respektive Selbstvertrauen und Schuldgefühle. Ferner kommen zumeist Schlafstörungen und ein reduzierter Appetit hinzu, pessimistische Zukunftsperspektiven, unter Umständen eine hypochondrische Grundstimmung im Bezug auf den eigenen Körper, Hoffnungslosigkeit und eine gefühlte oder tatsächliche Hilflosigkeit. Letztlich entstehen Empfindungen einer völligen Sinnlosigkeit des Lebens, sodass dieser qualvolle Zustand zu latenter oder akuter Suizidalität führen kann.

Ferner können noch somatische Syndrome vorliegen wie eine psychomotorische Hemmung oder Agitiertheit. Dieser Zustand von Bewegung und Initiative geht häufig mit innerer Unruhe einher, die körperlich als ein Leibgefühl wahrgenommen wird und sehr quälend sein kann (stumme Erregung, lautlose Panik). Vielfach beobachtet werden auch Gewichtsabnahme, Gewichtszunahme – der vielzitierte Kummerspeck – und schließlich kann auch das sexuelle Interesse abnehmen oder völlig zum Erliegen kommen.
Der Schweregrad wird nach der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) anhand der Anzahl der Symptome aus den Haupt- und Zusatzsymptomen ermittelt.

Psychoanalytiker machten bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf die durch Verlust oder Kränkung mobilisierten Aggressionen innerhalb der Depression aufmerksam. „Wir wissen heute, dass diese (oft sogar in mörderischen Phantasien sichtbar werdende) Aggression mit Besonderheiten des Grundkonfliktes und strukturellen Besonderheiten des Depressiven zusammenhängt. Die massiven aggressiven Phantasien werden jedoch nicht in die Tat umgesetzt, sondern autoaggressiv abgewehrt: Selbstvorwürfe, Anschuldigungen, Selbstanklagen, Nahrungsverweigerung, Selbstverstümmelung, Suizidalität, schließlich Selbstmord.“ (Mentzos, 1982)

Während bei leichteren Depressionen zumeist in erster Linie eine Psychotherapie indiziert ist, kommen bei schweren Formen üblicherweise Behandlungen mit Antidepressiva hinzu, die jedoch laut neueren Forschungsergebnissen der Harvard Medical School oft nicht über den Effekt von Placebos hinausgehen. (siehe auch: ZEITmagazin 25/2016)

Epigenetische Einflüsse: Diese beschreiben die Genaktivität, also lediglich die zeitweilige Entwicklung der Zelle, die auf Umwelteinflüssen beruht, hiermit sind auch explizit soziale Einflussfelder inbegriffen.

Als spanische Forscher genetisch gleiche Zwillingspaare zwischen drei und 74 Jahren untersuchten, zeigte sich eindeutig: Die jüngsten Zwillinge unterschieden sich in ihrem epigenetischen Code kaum – die ältesten Zwillinge hingegen immens. Im Laufe des Lebens machen Zwillinge unterschiedliche Dinge durch, entwickeln andere Gewohnheiten oder befinden sich in anderen Lebensumständen – und so entwickeln sich auch ihre epigenetischen Codes mitunter in verschiedene Richtungen. Bei diesen Vorgängen bleibt die DNA-Sequenz unverändert, und dennoch können die im Laufe des Lebens erworbenen Eigenschaften vererbt werden, ohne dass diese unabwendbar für die Nachkommen werden.

In der Konsequenz widerlegt somit die Epigenetik ein lange Zeit verbreitetes Dogma, die Eigenschaften eines Organismus seien durch das bei der Geburt vererbte Genmaterial unveränderbar bestimmt. Tatsächlich erlaubt die Epigenetik selbst subtilen Umweltveränderungen den Zugriff auf unser Erbgut. Und somit sind Depressionen auch aus diesem Grund nur in den seltensten Fällen ein umkorrigierbares Schicksal.

Die aufgeführten Aspekte zusammengenommen macht daher ein therapeutischer Prozess Sinn, indem ungelösten Konflikten und versteckten Aggressionen nachgespürt wird, mit dem Ziel einer Stärkung der Resilienz: Ein Schwerpunkt unseres Angebots in der Psychologischen Praxis Berlin-Mitte.

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PSYCHOPROPHYLAXE

Hierbei handelt es sich um die systematische psychologische oder psychagogische (pädagogisch therapeutische) Vorbereitung auf unerwartete Ereignisse oder zu erwartende Beanspruchungen, um psychogene Fehlreaktionen (wie beispielsweise Spasmen) auszuschalten oder zu vermindern.

Die Psychoprophylaxe findet bislang eine weit verbreitete Anwendung als psychosomatische Geburtsvorbereitung. Dabei sollen die vor und während der Geburt bestehenden Ängste weitgehend abgebaut und Verkrampfungen in psychischer und physischer Hinsicht gelöst werden. Durch Aufklärung, Gespräche und Entspannungsübungen soll der Kreislauf aus Angst, Spannung und Schmerz während der Geburt durchbrochen, der Schmerz dadurch reduziert und der Geburtsvorgang erleichtert werden.

Einige dieser Aspekte sind auch übertragbar auf die Bearbeitung von psychischen Konflikten mit dem Ziel der Prävention, um somit der Entstehung einer klinischen Symptomatik, wie sie etwa bei den depressiven Episoden, Angsterkrankungen und Panikstörungen vorkommt, vorbeugend entgegenzuwirken.

Die Psychoprophylaxe findet auch immer dort Anwendung, wo sich Menschen mit neuartigen, beängstigenden Lebenssituationen konfrontiert sehen und deren Ausgang eventuell ungewiss ist.

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PSYCHOSOMATIK

„Der größte Fehler bei der Behandlung von Krankheiten ist, dass es Ärzte für den Körper und Ärzte für die Seele gibt, wo doch beides nicht voneinander getrennt werden kann (Platon).“

Angst kann die Nebennieren dazu veranlassen, Adrenalin auszuschütten, sodass über das vegetative Nervensystem beispielsweise die Magen-Darm-Tätigkeit gehemmt wird und in der Folge Verdauungsstörungen auftreten. Etwas liegt einem „schwer im Magen“, etwas „schlägt auf den Magen“ – sagt dann der Volksmund. Ähnliche Sprichwörter finden wir für Störungen im Zusammenhang mit anderen Körperregionen: sich etwas „zu Herzen nehmen“, es geht „an die Nieren“, eine Angelegenheit „bereitet Kopfzerbrechen“ oder die „Nase voll haben“.

Die psychosomatische Wissenschaft erforscht Zusammenhänge zwischen psychischen Stressfaktoren und somatischen, also körperlichen Symptomen oder Krankheitsbildern. In vielen Fällen ist bereits sicher, wie die Psyche Einfluss auf den Verlauf vielfältiger Krankheiten nimmt oder diese sogar evoziert. So wird eine Psychosomatose – eine psychisch bedingte Organerkrankung – durch Angst, Depression, Schuld oder einen Mangel an Abgrenzungsvermögen ausgelöst. Gleichwohl finden wir bei ihr pathogen morphologische Zustände vor.

Anders verhält es sich mit der somatoformen Störung: Hier handelt es sich um eine psychogene Störung mit wiederholt auftretenden körperlichen Symptomen. Und obwohl von ärztlicher Seite immer wieder versichert wird, dass die Phänomene nicht somatisch basiert sind, fühlen sich die betroffenen Patienten nicht richtig behandelt und fordern häufig erneute Untersuchungen ein. Viele Patienten mit diesem Krankheitsbild erleben eine jahrelange Odyssee bei vielen Ärzten unterschiedlicher Fakultät, bis ihnen eine Psychotherapie nahegelegt wird, die schlussendlich Abhilfe oder wenigstens Linderung schafft.

Hingegen erfordert die Behandlung psychosomatischer Erkrankungen zumeist ein umfassendes Therapiekonzept, das die somatischen wie auch die psychischen Aspekte der Patienten gleichermaßen berücksichtigt.

GLOSSAR

RESILIENZ

Die Fähigkeit, auf belastende Lebenssituationen flexibel zu reagieren, faszinierte den amerikanischen Professor für Psychologie, Jack Block, von der Berkeley University in Kalifornien bereits in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. In Anlehnung an die Eigenschaften eines Stehaufmännchens wählte er einen Begriff aus der Werkstoffkunde: Resilienz (lateinisch, resilire: zurückspringen, abprallen). Diese wird Materialien attestiert, die trotz extremer Belastungen immer wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückkehren.

Die psychische Widerstandsfähigkeit ist somit die Fähigkeit, Krisen durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen zu bewältigen und als Anlass für die Persönlichkeitsentwicklung zu nutzen.

Eltern und ältere Geschwister können dazu beitragen, dass ein Kind Resilienz entwickelt. So sind Untersuchungen zufolge Kinder aus Familien emotional besonders stabil und schulisch erfolgreich, in denen sowohl die Eltern (obwohl diese selbst keine gute Bildung hatten) als auch die älteren Geschwister viel Wert auf Bildung legten und Bildung außerdem nicht als Mittel zum Zweck betrachtet wurde, sondern als Selbstzweck. Einen ganz besonders positiven Einfluss hatte es, wenn die Eltern den Kindern vorlasen, da dieser Vorgang die innerfamiliäre Bindung stärkte. Zudem profitieren die Heranwachsenen von Müttern und Vätern, die sich nicht isolieren, sondern den Kontakt zu Gleichgesinnten oder sozialen Einrichtungen suchen und Verantwortung übernehmen. Auch die Großeltern können eine Rolle spielen: Kinder ohne Kontakt zu ihren Großeltern sind häufiger vulnerabel (verwundbar). Für alle Altersgruppen gilt hingegen, dass immer verschiedene Sichtweisen auf eine Situation möglich sind und es auch sukzessive erlernt werden kann, Unabänderbares zu akzeptieren.

Die amerikanische Psychologenvereinigung (APA) veröffentlichte sogar eine Anleitung zum Erlernen von Resilienz – mit folgenden Empfehlungen: Sorge für dich selbst, glaube an deine Kompetenz, baue soziale Kontakte auf, entwickle realistische Ziele, verlasse die Opferrolle, nimm eine Langzeitperspektive ein und betrachte Krisen nicht als unüberwindbares Problem.

Doch eine derartige Lebenseinstellung ist schwer von jemandem nachzuvollziehen, der von Kindheit an auf der Verliererseite stand und dem das Leben keine Chance gab. So erinnerte der amerikanische Resilienzexperte Glen Elder in der Zeitschrift „Psychologie heute“ an die Unberechenbarkeit des Schicksals: „Nicht einmal große Begabung und Fleiß garantieren, dass man die Widrigkeiten des Lebens meistern kann – wenn die Chance dazu fehlt.“ Die Einbettung in ein von Vertrauen und Wertschätzung geprägtes Umfeld gehört einfach dazu.

Insofern macht ein therapeutischer Prozess Sinn, der das Ziel einer Stärkung der Resilienz zum Fokus hat.

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SALUTOGENESE

Salutogenese ist die Wissenschaft von der Entstehung und Erhaltung von Gesundheit und bildet somit das Pendant zur Pathogenese, die die Entstehung von Krankheit beschreibt.
 Die Salutogenese (Gesundwerdung) ist ein auf den amerikanischen Medizinsoziologen Aaron-Antonovsky, 1923-1994, zurückgehendes Resilienz-Modell, das die kognitiven Bewältigungsstrategien zur Abwendung von Gesundheitsrisiken betont.

Die dem Modell zugrunde liegende Annahme ist ein Kohärenzgefühl, das aus den Komponenten der Verstehbarkeit, also der Fähigkeit, die Situation auf ihre Ursachen hin zu analysieren, der Handhabbarkeit – Wissen um die eigenen Ressourcen – und der Sinnhaftigkeit (eines Bewältigungsversuches, „Lebenssinn“) besteht.

Antonovsky beschrieb drei große gesundheitsgefährdende Einflussfaktoren, die bei Auftreten von Stressoren Spannungszustände auslösen. Die drei Einflussfaktoren sind folgender Art: chemisch durch Giftstoffe, biologisch durch Bakterien, Viren, Pilze etc. und psychosozial durch Leistungsdruck, verminderte soziale Bindungen und Kontakte.

Aron Antonovsky war sich sicher, dass diese Einflussfaktoren eine große Rolle dabei spielten, ob ein Mensch gesund oder krank sei. Er war der Meinung, dass der menschliche Körper mit seinen Ressourcen versuche die gesundheitsgefährdenden Faktoren zu überwinden. Schaffe der Körper das nicht, würde der Mensch krank. Doch wie erreicht man in der Praxis ein Kohärenzgefühl, wie es Antonovsky beschreibt?

Eine wichtige Rolle spielen dabei die persönlichen Widerstandsressourcen, wie beispielsweise Intelligenz, Flexibilität, Weitsichtigkeit, materieller Wohlstand und das soziale Netzwerk. Wer einen hohen Lebensstandard, viele Freunde, sichere Beziehungen innerhalb der Ursprungsfamilie und eine gute Bildung hat, verfügt bereits über ganz wichtige Voraussetzungen, gesund zu bleiben. Gesundheit ist allerdings nicht nur von äußeren Umständen abhängig: Ebenso ausschlaggebend sind eine positive Selbstbeurteilung sowie die Arbeit an der eigenen Identität.

Nur wer zu einer realistischen Introspektive bereit ist, kann dauerhaft gesund bleiben. Und somit handelt es sich um einen lebenslangen Prozess, die gewünschten Widerstandsressourcen zu fördern.

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STRESS

Den Begriff Stress, der ursprünglich in der Geologie für einseitigen Druck bei tektonischen Vorgängen und später auch in der Werkstoffkunde verwendet wurde, führte der österreichisch-kanadische Mediziner und Forscher Hans Selye, 1907-1982, in die Psychologie ein, um die Reaktion von Tieren und Menschen auf Belastung zu beschreiben.

Stress kann zu Kopfschmerzen führen, Angst lässt das Herz schneller schlagen und Ärger drückt auf den Magen. Gefühle haben Einfluss auf unseren Körper und dessen Verfassung wiederum beeinflusst das seelische Befinden. In der heutigen Medizin versteht man unter Stress ganz allgemein die Beanspruchung des Menschen durch innere und äußere Reize oder Belastungen. Diese Einflüsse können sowohl künstlich als auch natürlich, biotisch (beispielsweise in der Art von Krankheitserregern) als auch abiotisch – wie Kälte, Hitze Lärm, Abgas- oder Strahlungsemissionen – sein, und sowohl auf den Körper als auch die Psyche des Menschen einwirken und positiv oder negativ ausgewertet werden.

Als positiver Stress werden Stressfaktoren bezeichnet, die den Organismus zwar beanspruchen, sich aber letztlich positiv auf ihn auswirken. Diese Form des Stresses erhöht die Aufmerksamkeit und die Leistungsfähigkeit des Körpers, ohne ihm zu schaden. Positiver Stress tritt häufig dann auf, wenn Menschen sich zu bestimmten Leistungen animieren, die Zeit und Möglichkeiten haben, sich darauf vorzubereiten oder auch wenn schwere Krisensituationen oder Krankheiten positiv angegangen und bewältigt werden. So können sogar Glücksmomente entstehen.

Stress ist erst dann ungesund, wenn er häufig oder sogar dauerhaft auftritt und körperlich respektive psychisch aufgrund von dahinterliegenden ungelösten Konflikten nicht kompensiert werden kann und deshalb individuell als überfordernd beurteilt wird. Insofern sind negative Auswirkungen immer dann zu befürchten, wenn die Betroffenen keine Möglichkeit zur Bewältigung der Situation sehen, wie es zum Beispiel in einem Wohnumfeld der Fall ist, das hohen Lärmemissionen ausgesetzt ist. Und dazu kann aber auch emotionaler Stress zählen, ausgelöst etwa durch massive Konflikte am Arbeitsplatz.

Die Stressbewältigung ist von den individuellen und kognitiven Fähigkeiten des Betroffenen abhängig. Den Umgang mit einer Bedrohung nennt man auch Coping (to cope: bewältigen). Und hier sind die Reaktionen gestresster Menschen vielfältig, wie zum Beispiel entweder in die Aggression zu gehen, die Situation zu verleugnen oder andererseits auch Verhaltensalternativen auszuprobieren sowie die Rahmenbedingungen zu akzeptieren bzw. zu verändern.

Sollten Sie diese oder vergleichbare Phänomene von sich kennen, stehen wir Ihnen in der Psychologischen Praxis Berlin-Mitte gerne zur Verfügung.

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